Schlagwort-Archiv: Drama

Our Idiot Brother

Ned (Ned Rochlin) is an idealistic and all around nice guy. He’s just selling his organic dynamic harvests on a market, when he’s being approached by a cop having a bad day, looking for some weed. Ned offers him some and since the cop won’t accept it for free, takes some money and therefore goes straight to jail. Eight months later, he’s released on parole for good behaviour, but his hippie girlfriend now has a new guy and will even keep his dog. So he needs a new place to live and stays with his mother. But since that’s not working out for him, he goes to crash with his sisters… and messes up their lives.

A comedy drama with several storylines connected through Ned. Now, unlike the mix of comedy and drama I saw a few weeks ago (50/50), this one is focussing more on the comedy part. Actually this is like a romantic comedy, that’s stronger on the funny side and swaps the romantic for drama, while also keeping some of those romantics. Complicated? No, it’s just to show how indifferent I am about this movie. I’m not saying it’s bad, but it’s not really good either. It’s nice to watch, but doesn’t show anything new. Actually you know the side-stories from many other romantic comedies, just shortened down to the basic stuff. Again, that makes me indifferent, for it makes those stories more bearable, but then again it’s leaving things out and still makes it predictable. So my general recommendation for this movie is: Meh.

Link: IMDB: Our Idiot Brother

50/50

Adam (Joseph Gordon-Levitt) is 27 years old, has a loving girlfriend (Bryce Dallas Howard), works as a writer for a local radio station and is a genuine nice guy. Life is good, until he learns that he has a rare case of spinal cancer, leaving him with a 50% chance to survive it. With the help of his best friend Kyle (Seth Rogen), his overprotective mother (Anjelica Huston) and the young postgraduate therapist Katherine (Anna Kendrick), he tries to tackle chemotherapy. Everyone has their own way to handle Adam and his disease, but is there really a way to help him as the cancer starts to take its tolls?

This movie is inspired by a true story, the story of the writer Will Reiser, and Seth Rogen was really his friend in those hard times in real life. Now, combining drama and comedy is something difficult to do, but the director Jonathan Levine and writer Will Reiser manage to keep it at a good balance, at 50/50 if you like, without melodramatising it or turning it into a laughing stock. The story may pick up slow, but gets really good, revealing the difficulties Adam has to face and the friendship he receives. What I also like about the movie is the lack of romance. Sure, there is this thing going on, but it’s really subtle and the movie would be about the same without it. They are not ruining the touching plot with a cheesy love story. On the story downside, there are a few things that seem neglected, like Adam’s job or his old greyhound Skeletor. They are not important for the story, but the way they are introduced and sometimes mentioned, you get the feeling that there should be more to it. Levitt’s acting is really good and you can feel all the different moods and stages his character goes through. And I’m really surprised, that Rogen cannot only play the funny parts, but the serious ones as well. It’s also mainly thanks to his contribution, that the movie avoids drifting into a depressing one and can keep its drama/comedy balance. The characters are likeable and generally played well. Overall quite a good movie to recommend. So, unless you prefer mindless action flicks or stupid comedies, go see this one, I enjoyed it.

Deutscher Titel: 50/50 – Freunde fürs (Über)Leben
Links: IMDB: 50/50, IMDB: This Review

Elementarteilchen

Bruno (Moritz Bleibtreu) und Michael (Christian Ulmen) sind Halbbrüder. Sehr unterschiedliche Halbbrüder. Während Michael ein introvertierter Wissenschaftler ist und es sein Hauptstreben ist, eine sexlose Möglichkeit der Fortpflanzung zu entwickeln, befindet sich Bruno, ein prollintellektueller Hobbyschriftsteller, in einer sexuell frustrierten Phase, die auch seinem Job als Lehrer im Weg steht.

Dieser kurze Absatz sollte als Einführung reichen. In diesem Film geht es, wie könnte es anders sein, zum großen Teil um Sex. Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michel Houllebecq, der damals schon für jede Menge Gerede und Skandale gesorgt hat. So heißt es zumindest. Ich hab davon nix davon mitbekommen und gelesen hab ich das Buch auch nicht. Ich bezweifle aber, dass dieser Film an dieses Erbe anknüpft, also ist davon auszugehen, dass die Story wieder einmal für die Leinwand entschärft wurde und somit einige Fans des Buchs enttäuschen wird. Nichts desto trotz ist Elementarteilchen ein recht guter Film, für deutsche Verhältnisse. Wird vermutlich eine der 1-3 guten deutschen Produktionen in diesem Jahr sein. Aber immerhin. Schauspielerisch ist die Leistung durchaus annehmbar, wobei grade Bleitreu die Wertung nach oben reißt. Und Franka Potente macht sich sowieso immer gut auf der Leinwand, auch wenn die Leistung in diesem Film etwas schwach wirkt, könnte aber auch an der Rolle liegen.

Link: IMDB: Elementarteilchen

Das Wunder von Bern

Deutschland 1954, der Krieg ist vorbei und das Land am Beginn des Wirtschaftswunders. Auch die Familie Lubanski hat sich von den Folgen des Krieges erholt, muss aber ohne den Familienvater Richard (Peter Lohmeyer) auskommen, der immer noch in Kriegsgefangenschaft ist. Die Mutter Christa (Johanna Gastdorf) hat mit Hilfe ihrer Tochter Ingrid (Birthe Wolter) eine kleine Gastwirtschaft aufgebaut, welche den Großteil des Familieneinkommens liefert und Bruno (Mirko Lang), der ältester Sohn, verdient ein paar Mark als Musiker dazu. Matthias (Louis Klamroth) ist der jüngste Spross der Familie, er kam zur Welt als Richard im Krieg war, und ist Fußballbegeistert. Sein Idol und Ersatzvater ist der angehende Nationalspieler Helmut “Boss” Rahn (Sascha Göpel), der für seinen Lieblingsverein, Rot-Weiß Essen spielt. Doch das Familienleben gerät ins wanken, als Richard aus der Gefangenschaft zurückkehrt und sich als Familienoberhaupt behaupten will. Für Matthias ist das aber nicht die einzige Sorge. Er wäre lieber in der Schweiz, bei der Fussball Weltmeisterschaft, denn er weiß, dass der “Boss” ohne ihn als Glücksbringer nicht gewinnen kann.

Ich denke ich verrate nicht zuviel, wenn ich gleich sage, dass Deutschland diese WM gewonnen hat. Das sollte Allgemeinbildung sein, denn dieser Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Man kann das auch nicht oft und deutlich genug sagen, denn für die meisten ist es schon reine Fiktion, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft (der Herren) mal eine Meisterschaft gewinnt. Das Wunder von Bern ist einer der besten deutschen Filme, die ich seit sehr langer Zeit gesehen habe. Er erinnert mich von der Botschaft her an Seabiscuit, doch man wird hier nicht von dem Patriotismus erschlagen. Die Weltmeisterschaft gab der Nation damals Hoffnung und vielleicht wird versucht das mit dem Film auch zu erreichen, jetzt am Anfang eines neuen Aufschwungs. Es werden im Grunde drei Geschichten erzählt. Die der WM, die der Lubanskis, einer Familie aus der Arbeiterschicht, und am Rade die Geschichte eines frisch verheirateten Pärchens aus den gehobeneren Schichten. Die Story ist wie gesagt wahr und wunderbar inszeniert ohne kitschig zu werden. Sehr gute Charaktere, die hervorragend von ihren Schauspieler umgesetzt werden. Speziell sei hier das Vater-Sohn Gespann von Peter Lohmeyer und Louis Klamroth genannt, die auch im richtigen Leben eine Familie sind und schon allein dadurch eine gute Chemie haben. Sönke Wortmann, den man nach “Kleine Haie” und “Der bewegte Mann” schon fast vergessen wollte, hat mit diesem Streifen mal wieder ein gutes Stück deutschen Film auf die Leinwand gebracht, etwas was man leider viel zu selten in letzter Zeit sieht. Auch wer sich nicht besonders für Fußball erwärmen kann, wird an diesen zwei Stunden rund um das runde Leder gefallen finden.

Wertung: 5/6
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Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg

Amerika während der Wirtschaftskrise. Das Geld liegt nicht mehr auf der Straße, Firmen gehen bankrott und einen Job zu finden ist fast unmöglich. So auch für die Eltern von Red Pollard, welche mal sehr vermögend waren und es sich sogar erlauben konnten Red ein Pferd zu kaufen. Aber die Zeiten in denen er wie ein junger Gott reiten konnte sind vorbei. Doch durch einen glücklichen Zufall gelingt es den Pollards, wenigstens Red sicher unterzubringen und ihm eine Zukunft zu ermöglichen. Nicht ganz so schwer hat die Wirtschaftskrise Charles Howard (Jeff Bridges) getroffen, er schafft es mehr oder weniger seinen Lebensstandard als Millionär und Automobilverkäufer aufrecht zu erhalten. Trotzdem muss er einen schweren Schicksalsschlag erleiden, als sein Sohn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt und ihn seine Frau daraufhin verlässt. Vom Schicksal gebeutelt sucht er Zerstreuung in Mexiko, wo die Prohibition nicht greift. Beim Pferderennen kommt ihm die Idee sich von nun an damit zu beschäftigen. Doch hat er selbst wenig Ahnung von Pferden, er braucht also Hilfe und die bekommt er von Tom Smith (Chris Cooper), der ein außergewöhnliches Talent mit Pferden hat. Tom überredet Charles dazu ein wildes, viel zu kleines Pferd Namens Seabiscuit zu kaufen, in dem er viel Potential sieht. Doch wer kann so ein wildes Pferd zähmen, ganz zu schweigen davon es zu reiten. Es müsste jemand sein, der selbst unzähmbar ist. Zum Beispiel der viel zu große Jockey Red Pollard (Tobey Maguire), der sich regelmäßig in den Hinterhöfen prügelt. Ein Pferd das zu klein ist, ein Jockey der zu groß ist, ein Trainer der zu alt ist und ein Sponsor der zu dumm ist es zu merken. Gemeinsam versuchen sie an die Spitze zu reiten und gegen das schnellste Pferd im Land, War Admiral, zu bestehen.

Der Film basiert auf einem Buch von Laura Hillenbrand, welches wiederum auf einer wahren Geschichte aus den dreißiger Jahren beruht. Drei gebrochene Männer finden sich zusammen, um mit einem gebrochenen Pferd Rennen zu gewinnen. So weit so gut. Das Ganze ist aber mit soviel patriotischer “Geschichtsstunde” gewürzt, dass man teilweise glaubt in der falschen Schule zu sein. Es ist zwar nur bedingt aufdringlich, aber die Geschichte von einem Pferd, das der Nation wieder Hoffnung gibt, ist vielleicht ein bisschen übertrieben dargestellt, egal wie true die story ist auf er es based. Es geht in dem Film zwar nicht nur um ein Pferd, das im Kreis läuft, es hat schon mehr Tiefe. Allerdings werden viele der Charakterzüge und Eigenschaften der Charaktere nicht richtig ausgespielt. Vieles wird erwähnt und erscheint wichtig, aber für den Rest des Films kann man zum Beispiel die halbe Blindheit von Red vergessen. Am Anfang werden die Charaktere recht schnell vorgestellt, so dass man Schwierigkeiten hat alle richtig einzuordnen. Danach geht es in relativ normalem Tempo voran, nur kurz vor Ende wird es etwas langatmig. Die stellenweise aufkommende Langeweile fällt aber zum Glück nicht sonderlich ins Gewicht, denn die Schauspieler, gerade Chris Cooper und Tobey Maguire, bringen eine hervorragende Leistung auf die Leinwand. Und die rasant und dynamisch gefilmten Rennszenen (für die echte Jockeys engagiert wurden und die Schauspieler reiten lernen mussten) erzeugen eine gute Spannung für den Zuschauer, so dass man kein schlechtes Gefühl hat, wenn man aus dem Kino läuft. Doch so gut die Mache des Films ist, es ist doch kein Film für jedermann, viele werden sich langweilen.

Wertung: 4/6
Originaltitel: Seabiscuit
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